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Aldi verbannt ab sofort Einwegplastik aus den Regalen

Am 19. Dezember haben sich die Unterhändler des Europäischen Parlaments auf ein Verbot von diversen Plastik-Produkten bis 2021 geeinigt. Besonders Einweg-Produkte, von denen es plastiklose Alternativen gibt, sowie überflüssige Plastikverpackungen sollen verboten werden.

Der Discounter Aldi (Süd und Nord) geht bereits mit gutem Beispiel voran. In einer Medienmitteilung erklärt der Konzern, dass Aldi ab sofort Geschirr, Trinkhalme und Einwegbecher aus Plastik aus dem Sortiment wirft. Anfang 2019 werden zudem alle Wattestäbchen durch plastiklose Alternativen ersetzt.

Aldi verbannt Einwegplastik
Solches Geschirr sucht man in Aldi-Filialen ab sofort vergeblich.

Andere Discounter machen mit

Auch die deutschen Supermarktketten Lidl, Rewe und Netto planen Massnahmen, um Plastikprodukte zu ersetzen. Lidl will bis Ende 2019 Einwegplastikartikel durch Alternativen ersetzen. Rewe verzichtet bereits auf Plastik-Trinkhalme und will bis 2020 Plastikgeschirr aus dem Sortiment werfen. Und auch Netto stoppt 2019 den Verkauf von Besteck und Bechern aus Einwegplastik.

Darum muss Einwegplastik verschwinden

Die Menschheit produziert jedes Jahr rund 300 Millionen Tonnen Plastikmüll. Das ist beinahe so viel, wie die gesamte Menschheit wiegt.  Davon landen laut einer Studie aus dem Jahr 2015 80 Prozent auf Müllhalden oder in der Umwelt. Die Meere leiden besonders. Müllstrudel, so gross wie Texas, treiben auf den Ozeanen. Meerestiere halten Plastik für Nahrung und nehmen so giftige Partikel auf, die früher oder später die Nahrungskette hinauf zum Menschen wandern.

Viele Meerestiere leben inmitten von Plastikmüll.

Recycling allein ist nicht die Lösung. Wirklich «weg» ist Plastik nämlich nie. Selbst wenn wir korrekt recyceln, verschwindet der Plastik nicht plötzlich. Er wird früher oder später die Natur verschmutzen – in irgendeiner Form. Denn ein Grossteil des eigentlich recycelbaren Plastiks wird zu Taschen, Plastik-Stühlen oder Jacken gemacht, die dann schlussendlich trotzdem ihre ewige Ruhe auf einer Deponie finden. In Europa landet etwa 70 Prozent des potenziell recycelbaren Plastiks auf Müllkippen.

Es gibt nur eine Lösung

Die Lösung für die Plastik-Überflutung kann nur sein, das Problem an der Wurzel zu packen. Bei der Produktion von neuem Plastik. Getränkehersteller produzieren bis zu 500 Milliarden neue Plastikflaschen im Jahr. Wenn Supermärkte nun grossflächig Plastikprodukte aus ihren Regalen verbannen, ist die ein guter Schritt in die richtige Richtung.

Grossbritannien hat kürzlich ebenfalls ein Verbot von Einwegplastik ins Auge gefasst. Australien hat in nur drei Monaten den Verbrauch von Plastiktüten um 80 Prozent reduziert.

Wenn du selber mit weniger Plastik leben möchtest, haben wir hier ein paar Tipps für dich.