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Schweizer gibt seine Karriere auf, um eine Oase für wilde Tiere in Afrika zu bauen

Der junge Schweizer Dean Schneider (26) lebte in einer Welt, in der sich alles nur um Materielles drehte. Obwohl seine Leidenschaft immer bei Tieren lag, passte er sich dieser Welt an und stieg in die Finanzbranche ein. Vier Jahre war er dort erfolgreich tätig. Dann entschloss sich Dean, seiner Leidenschaft und seinem Traum zu folgen!

Er hängte seinen Job an den Nagel, verkaufte alle seine Luxusgüter und bereiste die Welt. Schliesslich kaufte er 400 Hektar Land in Südafrika. Dort baut er seit rund einem Jahr eine Oase für die wildesten Tiere Afrikas.

Dean erklärt die Oase.

Wo Tiere geschützt und geschätzt werden

Heute leben über 250 Tierarten in der Hakuna Mipaka Oase.  Löwen, Zebras, Hyänen aber auch Hunde und Schafe. Sie können in drei Gruppen unterteilt werden:

  1. Wilde Tiere, die sich verletzt haben und medizinische Hilfe benötigen, bevor sie wieder in die Wildnis entlassen werden.
  2.  Tiere, die in Gefangenschaft geboren wurden und unter schlechten Bedingungen lebten. Diese Tiere haben nie gelernt zu jagen oder in der Wildnis überleben. Bei Dean leben sie geschützt bis an Ihr Lebensende.
  3. Wilde Tiere, die schon immer in dieser Gegend leben.

Das Land, das Dean gekauft hat, war früher ein Jagdgebiet. Zu Beginn waren die meisten Tiere, die bereits dort lebten, deshalb noch sehr misstrauisch. Das Hakuna-Mipaka-Team muss nach und nach Vertrauen aufbauen. Einer der ersten Schritte: Sie haben für die Tiere einen Damm gebaut, damit sie einen einfachen Zugang zu Trinkwasser haben. 

Bei Dean fühlen sich die Tiere wohl. 

«Viele Tiere in der Hakuna Mipaka Oase wurden in Gefangenschaft geboren. Ich kann die Tatsache nicht ändern, dass Tiere in Gefangenschaft leben. Aber ich kann einigen ein besseres Zuhause bieten», sagt Dean in einem Youtube-Video. Die «Camps» für die Raubkatzen sind deshalb auch zwischen 15 und 20 Hektar gross. Das entspricht etwa 18 Fussball-Feldern! So haben die Tiere genug Platz, um wirklich wild leben zu können. 

Menschen sollen wilde Tiere lieben lernen

Dean verfolgt ein nobles Ziel: «Ich möchte diese schönen und faszinierenden Tiere in die Herzen der Menschen bringen. Denn was wir lieben, das beschützen wir auch» Denn die wilden Tiere haben genauso eine Daseinsberechtigung wie ein süsser Hund oder eine kleine Katze.

«Wir müssen mit allen Lebewesen – Mensch und Tier – gleich umgehen: wertschätzend, brüderlich, mutig und treu», erklärt Dean. Der grosse Gedanke dahinter: Die Schönheit des Wildlebens für die Zukunft erhalten.

«Ich will, dass Menschen wilde Tiere lieben lernen. Denn man beschützt nur das, was man liebt.»

Dean Schneider

Risiken und Gefahren lauern überall

Anfang Oktober drangen Wilderer in einen Nahegelegenen Park ein und töteten fünf Löwen. Sie schnitten ihnen die Schnauze und die Pfoten ab, um sie auf dem Markt zu verkaufen. Auf der Hakuna-Mipaka-Oase werden immer wieder Zäune aufgeschnitten. So verschaffen sich Wilderer Zugang zum Grundstück. 

Dean hat deshalb sechs bewaffnete Sicherheitsmänner eingestellt. Sie laufen nachts den Aussenzaun ab, um die Tiere in den Camps zu schützen. 

Hier hilft Dean einem verletzten Erdhund. 

Was bewegte Dean Schneider zum neuen Leben?

«Ich habe gemerkt, dass wir Menschen viel erfolgreicher sind, wenn wir dem nachgehen, was wir lieben. Materielles macht dich auf kurze Zeit glücklich, aber es ist nicht erfüllend.»

Tiere faszinieren Dean schon seit seiner Kindheit. Er hat Tierdoku um Tierdoku verschlungen und immer wieder Tierschutzorganisationen unterstützt. Für ihn war klar: Sein Leben soll in Zukunft ganz im Zeichen der Tiere stehen. Oftmals ist mit solch einem Schritt aber Risiko verbunden. Alles stehen zu lassen. Sich voll und ganz etwas hinzugeben, das man liebt. Dean hat den Schritt gewagt. Wagst du ihn auch?

Verfolge Deans Reise und das Hakuna-Mipaka-Projekt hier, auf Instagram oder Facebook. Wenn du selbst anpacken möchtest, oder einfach mehr erfahren willst kannst du dich hier für das Volunteer-Programm anmelden und Deans Oase sogar selbst besuchen.