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Diese Studentin hat Putzmittel in Pulverform entwickelt, um die Umwelt zu schonen

Rund 600’000 Tonnen Waschmittel, 200’000 Tonnen Weichspüler und 450’000 Tonnen Reinigungsmittel werden laut dem Umweltbundesamt jedes Jahr in Deutschland gekauft und benutzt.

Diese Mittel bestehen zu 80 Prozent aus Wasser. Wasser, das transportiert werden muss und dabei Unmengen an CO2-Emissionen verursacht. Dazu kommen Tonnen an Plastik, die für die Verpackungen verwendet werden und die Umwelt zusätzlich belasten.

All diese Plastikflaschen bewahren vorwiegend Wasser auf.

Geht das nicht nachhaltiger?

Die niederländische Design-Studentin Mirjam de Bruijn erkannte das Problem. «Wir zahlen alle hauptsächlich für reines Wasser und die damit verbundenen Transportkosten», so Mirjam im Interview mit «dezeen». «Firmen schiffen im Grunde genommen Wasser um den Globus.»

Die Studentin hat daraufhin eine Alternative entwickelt: Reinigungsmittel in Pulverform die auf die wesentlichen 20 Prozent der Inhaltsstoffe konzentriert sind und kein Wasser beinhalten. Die Substanzen sollen in Form von Tabletten oder Granulat verkauft und können zu Hause einfach mit Wasser vermischt werden. Passend zu den 20 Prozent, nennt sie ihre Produkte «Twenty».

Mirjam de Bruijn studierte Design in Eindhoven.

Mit diesem neu aufgerollten Konzept lässt sich einiges an CO2 einsparen, da der Transport des Wassers wegfällt und die Tabletten in Karton- statt Plastikverpackungen verkauft werden können. Mirjam hat ihr Studium mittlerweile abgeschlossen und viele positive Reaktionen von Interessenten erhalten, die ihr bei der Umsetzung des Projektes helfen wollen. Jetzt arbeitet sie mit Volldampf daran, dass ihre Produkte in die Läden kommen. Ende 2019 soll es soweit sein.

Wie Mirjams Mittel funktionieren, siehst du in diesem Video (englisch):

Auf was es sich generell zu achten lohnt

Ob ein Reinigungsmittel spezifische Punkte in Bezug auf die Nachhaltigkeit erfüllt, erkennt man an den darauf aufgedruckten Umweltsiegeln. Diese beziehen sich auf die Inhaltsstoffe der Wasch- und Reinigungsmittel sowie auf deren Abbaubarkeit im Wasser nach Anwendung des Produkts. Die Siegel von «Nordic Eco» oder «Ecocert» sind Beispiele hierfür.

Für gewisse Schmutzbefreiungen eignen sich aber auch einfache Hausmittel. Tafelessig oder Zitronensäure mit Wasser vermischt erfüllen durchaus ihre Funktion als Allzweckreiniger. Und wem der Essiggeruch unangenehm ist, ergänzt die Mischung mit natürlichen Geruchsträgern wie Orangen-, Zitronenschalen oder Teebaumöl. So schont man nicht nur den Geldbeutel, sondern macht auch einen grossen Schritt in Richtung «Zero Waste». Abschliessend lohnt es sich auch auf eine gezielte und sparsame Anwendung von zusätzlichen Mittelchen wie zum Beispiel Weichspüler zu achten. 

Bilder: Shutterstock, Mirjam de Brujin (twenty)