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In diesem schwedischen Einkaufszentrum werden nur Secondhand-Produkte verkauft

Die Schweden sind ein vorbildliches Volk, wenn es um Themen wie Recycling oder Nachhaltigkeit geht. Das Einkaufszentrum ReTuna ist ein weiterer Beweis dafür. Es liegt in der kleinen Stadt Esklistuna westlich von Stockholm. Alle Produkte, die in den 14 Läden innerhalb der Mall verkauft werden, sind entweder secondhand, recycelt oder upcycelt.

ReTuna wurde in einem alten Lagerhaus für Lastwagen aufgebaut. Das Einkaufszentrum sieht schön aus, wie man es sich von Läden aus Skandinavien gewohnt ist. Das ist der Zentrumsleiterin Anna Bergstrom auch sehr wichtig. Sie setzt viel daran, dass es ein angenehmes und cooles Gefühl ist, in ReTuna einzukaufen, wie sie «BBC» erzählt.

Alles in ReTuna ist secondhand.

Die 14 Läden decken ein breites Angebot ab. Haushaltswaren, Spielsachen, Sportartikel, Möbel und sogar ein nachhaltiger Florist und ein Bio-Café – ReTuna hat praktisch alles, was man von einem Einkaufszentrum erwarten kann. Jeder Laden wird von einem privaten Ladenbesitzer betrieben, es ist also kein Brockenhaus- oder Charity-Prinzip.

Die perfekte Lage

ReTuna liegt direkt neben der Abfallverwertungsanlage. Die Bewohner von Eskilstuna können auf dem Weg in die Sammelstelle Dinge, die eigentlich noch zu gebrauchen sind, bei ReTuna abladen. Arbeiter sortieren die Gegenstände dann in verschiedene Bereiche, wie z.B. Kleidung oder Möbel. Die Ladenbesitzer erhalten so regelmässig eine Auswahl an Gegenständen, die so gespendet wurden und die zum Bereich ihres Shops passen. Diese verkaufen sie dann oder recyceln sie.

Ein Arbeitsort für Flüchtlinge

ReTuna leistet nicht nur einen Beitrag zur Nachhaltigkeit. Auch für Flüchtlinge setzen sich die Mall-Betreiber ein. Das Zentrum ist Teile einer Initiative der schwedischen Regierung, die zum Ziel hat, Immigranten möglichst einfach zu einem Job zu verhelfen.

Einer von ihnen ist der Syrer Ajmad Al Chamaa. Er erzählt der «Huffington Post»: «Wir helfen der Umwelt, wir schaffen Arbeitsplätze und bieten Produkte an für Leute mit einem tiefen Einkommen. Das fühlt sich wie eine Win-Win-Situation an.» Ajmad verkauft in ReTuna Elektrogeräte und bietet Reparaturen an.

In ReTuna arbeiten etwa 50 Leute. Die Mall gibt es seit 2015.

Alle Bilder: ReTuna