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Japaner setzen neu auf Strohhalme aus Holz, um dem Plastikmüll zu entkommen

Strohhalme aus Plastik haben eigentlich keine Vorteile. Sie verschmutzen unsere Meere, verletzen die dort lebenden Tiere und sind wir ehrlich: meistens brauchen wir sie etwa fünf Minuten, bevor wir sie wegwerfen.

Die EU und Grossbritannien haben bereits Massnahmen beschlossen, um Plastik-Strohhalme komplett zu verbieten. In Grossbritannien dürfen ab 2020 nur noch plastiklose Alternativen verkauft werden. «Unsere wertvollen Ozeane und die Tiere darin brauchen dringend Schutz vor der Zerstörung, die Wegwerfplastik anrichten kann», sagt Umweltminister Michael Gove.

In Japan ist eine dieser plastiklosen Alternativen gerade im Aufschwung. Und zwar Trinkhalme aus Holz. «Aqura Home Co.» ist eine Firma aus Tokio, die individualisierbare Häuser und Möbel aus Holz anbietet. Neu widmen sie sich der Massenproduktion von Trinkhalmen aus Holz. Dies berichtet die japanische Zeitung «Mainichi».

Aqura Home fokussiert sich normalerweise auf Inneneinrichtungen und Häuser.

Holztrinkhalme weisen Wasser ab

Strohhalme aus Holz haben den Vorteil gegenüber Papierstrohhalmen, dass sie nicht weich werden, wenn sie einige Minuten in einem Getränk stehen. Zudem sehen sie etwas wärmer und hochwertiger aus als ihr Pendant aus Papier.

Aqura Home nutzt zur Produktion der Strohhalme nur Holz von Bäumen, die durch Wind, Sturm oder Tsunamis gefällt wurden oder Restholz aus der Forstwirschtaft.

Für die Trinkhalme wird das Holz in dünne Blätter geschnitten, die dann zu Röhrchen aufgerollt werden. Dadurch sehen sie sehr schön aus und haben ein typisch japanisches Feeling.

Teurer als Papier

Auf der negativen Seite stehen die Kosten zur Produktion der Holztrinkhalme. Denn sie sind etwa doppelt so teuer wie ein Strohhalm aus Papier. Die Hersteller sind sich aber sicher, dass die Kosten tiefer werden, je beliebter und gefragter die Holztrinkhalme werden.

Zum Start wird ein grosses Hotel in Tokyo beliefert. Ein Mediensprecher sagt: «Wir hoffen, dass die Holztrinkhalme dabei helfen, die Umwelt zu schützen. Wir denken, dass die Halme aus japanischer Zeder und Zypresse Touristen auf den Geschmack von japanischem Style bringen könnten.»