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5 Tipps gegen übermässigen Kleiderkonsum

Es ist einfach, in die Falle von Fast Fashion zu tappen. Man sieht im Ausverkauf ein Stück, das eigentlich noch trendy ist. Und es kostet ja nur noch 15 Euro… na dann nehm ichs halt! Und schlussendlich ziehst du es vielleicht einmal pro Jahr an.

Damit schaden wir nicht nur unserem Geldbeutel. Denn Fast Fashion in der heutigen Form wird nur ermöglicht durch Hungerlöhne, Chemikalien in den Kleidern und eine geringe Haltbarkeit der Ware. (Damit man dann wieder neue kauft) Mit jedem Kauf unterstützen wir solche Praktiken.

Vielleicht sagst du jetzt: «Das weiss ich doch schon lange!» Aber wie genau macht man das denn mit der nachhaltigeren Mode? Wir haben ein paar Tipps für dich.

Wie widerstehe ich Fast Fashion?

Stelle dir vor jedem Kauf diese Fragen:

  1. Wie oft werde ich dieses Stück tragen? 
  2. Zu welchen Anlässen kann ich es tragen?
  3. Wie lange wird es halten?
  4. Wie viele ähnliche Stücke besitze ich bereits?

Ist es wirklich nötig, die gelben Sandalen zu kaufen, weil Gelb gerade trendy ist? Wirst du sie nächstes Jahr auch noch tragen? Werden sie nach einmal Regen noch schön aussehen?

Oft kaufen wir auch Kleider, die wir als Stücke schön finden, aber an unserem Körper dann doch nicht. Vielleicht sind sie etwas unbequem. Vielleicht passen sie einfach nicht so gut zum Rest des Kleiderschranks. Und dann versauern sie in einer Ecke, obwohl sie eigentlich schön wären.

Schädlicher als man denkt: Jeans im Gebraucht-Look

Wo muss ich aufpassen?

Kennst du diese Jeans, die aussehen, als wären sie bereits jahrelang getragen worden? Für diesen Used-Look werden oft Jeans mit Sand bestrahlt. Die Fabrikarbeiter atmen dabei winzig feinen Staub ein, der eine Reihe an schlimmen Sachen mit ihren Lungen macht. Kauf die Jeans doch im Second-Hand-Laden, wo sie gebraucht aussieht, weil sie gebraucht wurde.

Wie erkenne ich nachhaltige Mode?

Es gibt diverse Siegel, die dir sagen, ob die Kleidung nachhaltig hergestellt wurde. Das sind die wichtigsten Siegel:

IVN Best: Eines der strengsten Siegel. In der ganzen Lieferkette sind schädliche Chemikalien verboten und alle Fasern müssen biologisch abbaubar sein.

GOTS: Die Abkürzung steht für den Global Organic Textile Standard. Um für das GOTS-Siegel qualifiziert zu sein, müssen mindestens 70 Prozent der Fasern biologisch abbaubar sein und die Produktionskette soziale Mindeststandards erfüllen.

Oeko-Text Made in Green: Greenpeace zählt es zu den strengsten Siegeln. Die Chemikalien müssen den einschränkendsten Anforderungen entsprechen. 

Das Bluesign-Siegel ist streng bei den Chemikalien, recyclebar müssen die Klamotten hier aber nicht sein. 

Cradle to Cradle basiert auf einer guten Idee. Alle Materialien im Produktionsprozess sollen auskommen, ohne Abfall zu produzieren. Das System hat aber viele Stufen und ist etwas undurchsichtig.

Wo finde ich faire Mode?

H&M, Zara und Co. findet man überall. Aber wie sieht es mit fairer Mode aus? Da kann die App Fair Fashion Finder helfen. Sie zeigt dir auf einer Landkarte an, wo es in deiner Gegend Läden gibt, die faire Mode führen. Quasi Pokémon Go für nachhaltige Klamotten. Momentan ist die App nur für iOS erhältlich.

Ein Beispiel aus Stuttgart.

Bilder: Shutterstock, Pixabay, ZVG