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Weil im Südosten Australiens massiv abgeholzt wird, verlieren die Koalas ihr Zuhause

Seit den 70er-Jahren hat die Erde rund 60 Prozent ihrer Wildtier-Population verloren. Jedes Jahrzehnt verschwinden gegen 14 Prozent. Vorwiegend durch menschliches Verschulden. Die Zahl der Koalas sank noch schneller. Im Südosten Australiens könnten sie bald komplett verschwinden.

Das östliche Australien gehört zu den 11 schlimmsten Abholzungsregionen der Welt, wie ein WWF-Report zeigt. Es ist die einzige Industrienation, in der die Rodung so stark voranschreitet. Der Hauptgrund: Mehr Platz für Nutztiere. Im Jahr 2017 hob die Regierung von New South Wales im Südosten Australiens diverse Naturschutzmassnahmen auf.

Die meisten Wälder werden für die Landwirtschaft abgeholzt.

2018 wurden jeden Tag im Schnitt 14 Fussballfelder Koala-Habitat abgeholzt. Laut WWF werden die Tiere bis 2050 wohl komplett aus New South Wales verschwinden. Die Tiere haben enormen Schwierigkeiten, Futter und Schutz zu finden. Die Hitzewelle in Australien macht ihnen das Leben nicht einfacher.

Koala-Freunde versuchen, zu helfen

Diverse Gruppen kämpfen für den Schutz der Koalas. Eine davon ist «Friends of the Koala». Sie arbeiten mit Landbesitzern, damit diese Bäume pflanzen, die Koalas Schutz bieten. «Die richtigen Bäume zu pflanzen ist ein wichtiger Schritt, damit Koalas nicht mehr über Strassen laufen müssen, um Nahrung zu suchen», erklärt Julie Reid von «Friend of the Koala» gegenüber dem «Courier Mail». Es wird aber viele Jahre dauern, bis die neugepflanzten Bäume genug Schutz und Nahrung für die Koalas bieten können. Bis dahin ist es vielleicht schon zu spät.

Dieses Bild fasst das Problem zusammen.

Der CEO von WWF-Australien,Dermot O’Gorman, fordert die Politik zum Handeln auf: «Die Regierung muss dringend die Naturschutzgesetze wieder in kraft setzen. Ihre Aufhebung sorgte für eine Verdreifachung der Abholzung in Koala-Gebieten.» O’Gorman war schockiert, Australien neben berüchtigten Abholzungsgebieten wie dem Amazonas, Sumatra und Borneo zu sehen. «Das muss ein Weckruf für unsere Ostküste sein.»

Bilder: Shutterstock / WWF Australia