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Philippinische Behörden stoppen Ballon-Weltrekord, um Müll-Desaster zu verhindern

Das Casino-Resort Okada in der philippinischen Hauptstadt Manila wollte zur Feier des neuen Jahres 130’000 Ballons steigen, bzw. fallen, lassen. Mit diesem «Balloon Drop» sollte ein neuer Rekord für das Guinness-Buch der Rekorde aufgestellt werden. Doch aus diesen Plänen wurde nichts.

Mit diesem Flyer warb das Resort.

Die Philippinen gehören zu den grössten Verursachern der Plastikverschmutzung weltweit. Immer mehr Filipinos sind sich dessen aber bewusst und wollen etwas gegen die Plastikflut tun. Auf Social Media teilten sie ihren Unmut mit dem Resort und der geplanten Ballon-Aktion. Eine Online-Petition erreichte inert kürzester Zeit mehrere Zehntausend Unterschriften.

Die Regierung schaltet sich ein

Das Departement für Umwelt und natürliche Ressourcen (DENR) hat die Aktion auch ins Auge gefasst und ein Verbot ausgesprochen. DENR-Staatssekretär Benny Antiporda sagt dem philippinischen «Inquirer» gegenüber: «Das Departement wird nicht zögern, die Organisatoren zu verhaften und Anklage gegen sie zu erheben, falls sie die Ballon-Aktion durchziehen.» Es sei ein garantiertes Müll-Desaster.

Benny Antiporda vom DENR.

Das Resort antwortete erst, dass der «Balloon Drop» trotzdem durchgeführt werden wird, da die Ballons biologisch abbaubar seien. Antiporda entgegnete, dass jede Art von Ballon irgendwann als Mikroplastik in die Meere gelangen wird und dort Tiere verletzen kann. das Departement werde Personal vor Ort stellen, um sicherzugehen, dass der Event keine Bedrohung für die Umwelt sein wird.

Am 30. Dezember gab das Resort in einem Facebook-Post auf der Seite ihres «Cove»-Clubs bekannt, dass der «Balloon Drop» aus Respekt vor der Regierung und der Umwelt nicht stattfinden wird.

Bilder: Shutterstock, Facebook (Cove Manila), Benny Antiporda Twitter