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Als erste Stadt der Welt hat Shenzhen in China nur Elektro-Busse im Einsatz

Wenn man in Europa an China und die Umwelt denkt, hat man oft nur Bilder von Smog und Fabriken im Kopf. Doch das Reich der Mitte macht auch einige grosse Fortschritte. Bis im Jahr 2020 will China im Rahmen der Initiative «Made in China 2025» die Emissionen um 20 Prozent senken. 

Die Metropole Shenzhen im Südosten des Landes nimmt dabei eine Vorreiterrolle ein. Die komplette Bus-Flotte aus 16’000 Bussen fährt komplett ohne Verbrennungsmotoren. Bis 2019 müssen auch alle Taxi-Betriebe auf Elektro-Autos umstellen. 

80 Prozent der Busse in Shenzhen werden von einer lokalen Firma gebaut.

Der Umstieg auf Elektro-Busse konnte nur durch Druck der Regierung erfolgen. Die Busunternehmen erhielten massive Subventionen, ohne die der Umstieg nicht möglich gewesen wäre. Über eine Milliarde Euro kostet die Regierung die Elektro-Flotte pro Jahr. Zudem werden 40’000 Ladestationen in der Stadt aufgebaut. Pro 1’000 Elektrobussen sollen bis zu 500 Barrel Öl pro Tag gespart werden. 

Die Elektro-Busse sind zu leise

Bei der Bevölkerung kommen die Elektro-Busse gut an. Sie sind viel leiser, fahren ruhiger und verpesten die Umwelt weniger. Die einzige Beschwerde: Manchmal seien die Busse ZU leise. Der Stellvertretende Leiter der «Shenzhen Bus Company», Joseph Ma, überlegt sich deshalb, ob sie künstliche Motorengeräusche abspielen sollen, wie er dem «Guardian» erzählt.

In den 80ern war Shenzhen noch ein Fischerdorf. Heute leben hier 12 Millionen Menschen.