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Taiwan führt den Zuckerrohr-Trinkhalm ein und verbietet solche aus Plastik

Ab Juli 2019 verbietet Taiwans Regierung grossflächig Trinkhalme aus Plastik. In allen öffentlichen Orten, Schulen, Shoppingzentren, Fastfood-Ketten und Regierungsgebäuden sind Strohhalme aus Einwegplastik dann nicht mehr erlaubt.

Die Alternative wird wohl nicht aus Papier, sondern aus Zuckerrohr hergestellt werden. Im Vergleich zu Papierstrohhalmen haben diese den Vorteil, dass sie im Getränk nicht weich und brüchig werden. Das taiwanische Startup «100 Plastic Free» hat die Zuckerrohr-Trinkhalme erfunden und patentiert. Seit 2018 sind sie marktreif und können nun massenhaft produziert werden.

Die Trinkhalme aus Zuckerrohr werden nicht weich im Wasser.

Keine Gefahr für die Umwelt

Die nachhaltigen Trinkhalme sind innerhalb von sechs Monaten biologisch abbaubar. Ganz im Gegensatz zu Plastik-Strohhalmen, die jahrelang bestehen bleiben und eine schwerwiegende Gefahr für alle Meeresbewohner haben.

100 Plastic Free hat inzwischen sogar weitere nachhaltige Alternativen aus Bambus, Kaffeesatz und Weizen-Spreu entwickelt. Ihre Strohhalme sind etwa fünfmal so teuer, wie solche aus Plastik. Ein Preis, der es wert ist. Forscher haben in jeder dritten Meeresschildkröte und in 70 Prozent der Seevögel Rückstände von Mikroplastik gefunden.

Huang Chien-chung hat die Strohhalme entwickelt.

In Japan gibt es eine ähnliche Alternative aus Bambus. Mehr darüber liest du hier.

Alle Bilder: Plastikfree100 / Facebook