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4 Gründe, warum so viele Wale stranden

Es ist zu laut

Das Echolotsystem von Walen ist besonders ausgefeilt. Jede Walart kommuniziert via Schallwellen auf einer eigenen Frequenz. Und nicht nur das: Jede Walart hat auch ihre eigenen «Loops», also charakteristische Wiederholungsabläufe, um ihre Artgenossen persönlich anzusprechen.

So musikalisch wie die Tiere auch sein mögen, bleibt die Kommunikation unmöglich, wenn es Unterwasser zu laut wird. In Regionen, wo Sonargeräte bei Schiffen oder U-Boote eingesetzt werden, haben Forscher der Non-Profit-Organisation «Foundation for Marine Ecology and Telemetry Research» untypisches Verhalten bei Walen beobachtet. Die einen weisen verändertes Tauchverhalten auf, andere fliehen vor Lärm.

Plastik ist überall

In vielen der gestrandeten Meerestiere wurden Unmengen an Plastik gefunden, welche die Tiere wohl mit Futter verwechselt hatten. Unterernährte Wale stranden aus Erschöpfung. So wurde Ende letzten Jahres beispielsweise in einem gestrandeten Wal in Indonesien ganze sechs Kilogramm Plastik gefunden. Da dies kein Einzelfall darstellt, fühlten sich philippinische Tierschützer gezwungen ein Zeichen zu setzen. Mit einer Attrappe eines Wales, die voll mit Plastik ist, erschufen sie ein Sinnbild. So möchten sie das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu diesem Thema stärken.

Keine Chance im flachen Gewässer

Wieso kehren die Tiere nicht um, wenn sie an der Küste ankommen? Um sich ein Bild ihrer Umgebung zu machen, senden Wale ein Schallsignal aus. Kommt etwas zurück, wissen sie, dass eine Klippe oder ein Boot ihnen im Weg steht. In flachen Gewässern ist das Signal aber zu schwach. Die Tiere schwimmen weiter und merken erst zu spät, dass sie in Gefahr stecken. Jetzt fehlt nur noch stürmisches Meer, und schon gibt es kein zurück mehr.

Diese Schwertwale strandeten in Australien.

Dem Leittier nach

Die Meeressäugetiere haben ein ausgeprägtes Sozialverhalten. Sie sind als Herde unterwegs und folgen ihrem Leittier blindlings – auch wenn es die Orientierung verloren hat. Eine Ausnahme bilden Finnwale, welche meistens alleine unterwegs sind. Wenn nun so ein Leittier strandet, strandet die ganze Herde mit.

Bilder: Mike Baird via Flickr,  Bataris.org Bahnfrend CC3.0