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In China entsteht die Wald-Stadt der Zukunft

Wer an China und Städte denkt, der hat vor allem eines im Kopf: Smog. Die Luftverschmutzung in chinesischen Städten ist ein ernstes Problem für ihre Anwohner. Und von denen kommen immer mehr. Jährlich treibt die Urbanisierung 14 Millionen neue Menschen vom Land in die Städte. Diesen Wachstum nachhaltig zu gestalten, ist eine grosse Herausforderung. Die Waldstadt soll helfen.

Die chinesische Stadt Liuzhou hat deshalb den italienischen Architekten Stefano Boeri beauftragt, einen Öko-Stadtteil zu entwerfen. Bis 2020 soll die «Forest City», also die Waldstadt, fertig gebaut werden.

Über eine Million Pflanzen

In der Waldstadt entsteht Platz für ca. 30’000 Einwohner. Die Wohnhäuser, Büros, Schulen, Krankenhäuser und alle weiteren Gebäude werden komplett von Pflanzen umgeben sein. Auch auf den Häusern selbst werden sie angepflanzt.

40’000 Bäume und über eine Million Pflanzen sollen den Stadtteil in eine grüne Zone verwandeln, die nicht nur Menschen ein Heim bietet, sondern auch 10’000 Tonnen CO2 pro Jahr aus der Luft filtert. Geheizt wird in der Waldstadt mit Erdwärme, erneuerbare Energie kommt von Solarpanels auf den Hausdächern. Liuzhou liegt im Südosten Chinas.

Hintergrund zur Waldstadt

Stefano Boertis Architekturfirma hat schon die beiden Hochhäuser «Bosco Verticale» in Mailand entworfen. Die zwei Türme sind komplett begrünt und wurden 2014 eingeweiht. Auf den Terrassen und Balkonen der Hochhäuser stehen über 900 Bäume und mehrere Tausend Pflanzen. Mit speziellen Gittern wird ihren Wurzeln zusätzlicher Halt geboten, damit sie auch Wind und Sturm standhalten. Boeri beteiligt sich in diversen ähnlichen Projekten in China und anderen Ländern, zum Beispiel in Albanien.

Alle Bilder: Stefano Boeri Architetti