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Das Gletschersterben schreitet schneller voran als gedacht

Schweizer Forscher unter der Leitung der ETH haben das Eisvolumen von 215’000 Gletschern weltweit neu berechnet (Antarktis und Grönland ausgenommen). Dabei haben sie erschreckende Entdeckungen gemacht.

Der Aletschgletscher in der Schweiz ist der längste Europas.

Die Gletscher haben fast 20 Prozent weniger Eis, als in bisherigen Schätzungen angenommen. Besonders hart (25 Prozent) trifft es die Gletscher im Gebirge Hochasiens. Nach Alaska befindet sich dort das grösste Eisvolumen ausserhalb der Arktis. Ihr schnelles Schmelzen kann verheerende Folgen für die Wasserversorgung in der Region haben.

Wasserversorgung ist ein Problem

Bis 2060, schätzen Wissenschaftler, wird die Eisfläche in Asien um die Hälfte zurückgehen. Das führt dazu, dass etwa ein Viertel weniger Schmelzwasser in die Gewässer fliesst. «Das muss man ernst nehmen, die neuen Zahlen sind ein Weckruf», sagt der leitende Forscher der Studie, Daniel Farinotti, zur «Basler Zeitung».

Der Ganges wird von Gletschern aus dem Himalaya gespeist.

Hunderte Millionen Menschen nutzen das Wasser der Gletscher für die Bewässerung ihrer Felder oder als Trinkwasser. Sie nähren Flüsse und Seen in einer vorwiegend trockenen Region. Es ist zentral, dass die Klimaerwärmung auf 1,5 Prozent beschränkt wird, sonst werden diese Gletscher wohl bald kein Wasser mehr spenden.

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