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Strohhalme und Rührstäbchen aus Plastik sind in Grossbritannien bald verboten

Strohhalme aus Plastik sind für uns Einweggegenstände, die ein Getränk etwas lustiger zu trinken machen. Danach werfen wir sie weg bis zum nächsten Getränk. Und kennst du diese Plastik-Rührstäbchen aus der Kaffee-Ecke im Büro? Meistens werden sie für einmal umrühren benutzt und dann weggeschnippt. 

Dadurch entsteht eine Unmenge an weggeworfenem Plastik, der irgendwie entsorgt werden muss. Oftmals landen Reste davon in den Meeren. 2015 schockierte ein Video von einer Meeresschildkröte mit einem Strohhalm in der Nase die Welt. Millionen Tonnen an Plastik schwimmt in den Weltmeeren. Es wird immer mehr. Trotzdem nutzen wir diese Gegenstände weiter. Jeden Tag.

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Diese Rührstäbchen gibts in jeder Büro-Kantine.

Grossbritannien als Vorbild

In Grossbritannien soll damit bald Schluss sein. Umweltminister Michael Gove gab bekannt, dass bis 2020 der Verkauf von Plastik-Strohhalmen, -Ohrstäbchen und -Rührstäbchen verboten werden soll. Nur noch plastiklose Alternativen sollen erlaubt sein. 

«Unsere wertvollen Ozeane und die Tiere darin brauchen dringend Schutz vor der Zerstörung, die Wegwerfplastik anrichten kann», sagt Gove. In England werden schätzungsweise 4,7 Milliarden Strohhalme, 316 Millionen Rührstäbchen und 1,8 Milliarden Ohrstäbchen pro Jahr benutzt. Zehn Prozent aller Ohrstäbchen landet in Toiletten und damit im Wasser!

Meerestiere leiden unter der Plastikverschmutzung.

Strohhalme sind erst der Anfang

Die EU kündete dieses Jahr ähnliche Massnahmen an. Europa will ein klares Zeichen setzen gegen die Plastikverschmutzung. Trotz Brexit zieht Grossbritannien mit. Gove sagt: «Ab jetzt geht es darum, der Plastikverschmutzung den Kampf anzusagen und sicherzustellen, dass wir unsere Umwelt in einem besseren Zustand hinterlassen als wir sie vorgefunden haben.»

Uns steht einiges an Arbeit bevor. Wie der britische «Guardian» schreibt, schwimmen momentan etwa 150 Millionen Tonnen Plastik in den Weltmeeren. Ändert sich nichts, würde sich das bis 2025 verdreifachen. Bereits jetzt sterben pro Jahr über eine Million Meerestiere oder -Vögel an Folgen der Plastikverschmutzung.

 Bilder: Shutterstock