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Diese Windturbinen sind für Vögel sicher

Windkraftwerke erzeugen nachhaltigen Strom und sind aufgrund der raschen Amortisation der Investitionskosten sogar rentabel. So gibt es alleine in Deutschland ca. 30’000 Anlagen. Ein Punkt, der bei Windturbinen aber immer mehr kritisiert wird, ist der Vogelschlag.

Vögel und Fledermäuse kollidieren mit den Rotorblättern der Windkraftanlagen und erleiden innere sowie äussere Verletzungen. Laut einer Studie des deutschen Verbrauchermagazins für grünen Strom sterben so pro Jahr ca. 40’000 Vögel.

Unzählige Vögel kollidieren mit den Windturbinen.

Ein spanisches Unternehmen namens «Vortex Bladeless» hat nun eine umweltfreundliche Alternative für Windkraftwerke entwickelt, die keine Rotorblätter benötigt und so auch keine Gefahr für die Vögel darstellt.

So funktionieren die neuen Windturbinen

Der sogenannte Vortex Bladeless ist mit einem äusseren Zylinder ausgestattet, der weitgehend steif und schwingungsfähig ist und an der unteren Stange verankert bleibt. An der obersten Stelle des Zylinders wird die maximale Schwingung erzeugt. Die Struktur besteht aus Harzen, die mit Kohle- und oder Glasfasern verstärkt sind. Diese Materialien sind auch in konventionellen Windkraftanlagen vorhanden. Der Zylinder wird von einem Mast gestützt, der fest mit dem Boden verbunden ist.

Die neuen Windkraftwerke von Vortex Bladeless.

Die Energie wird durch einen aerodynamischen Effekt eingefangen. Wenn der Wind über den stumpfen Körper gelangt, erzeugt er durch die Strömungsmechanik ein zyklisches Muster von Wirbeln. Sobald die Frequenz dieser Kräfte nahe genug an der Strukturfrequenz der Windturbine liegen, beginnt sie zu schwingen.

So sind die Zylinder aufegbaut.

Noch mehr Vorteile

Dank der neuen Technologie werden nicht nur die Vögel geschützt. Durch das einfache Design wird der CO2-Fussabdruck im Vergleich zu normalen Turbinen um ganze 40 Prozent reduziert.

Zudem besitzt das Produkt keine aufwendigen Getriebe, die brechen könnten. Schmierstoffe wie Öle werden für die Instandhaltung keine benötigt, was natürlich deutlich die  Herstellungs- und Betriebskosten senkt.

Bis Ende Jahr auf dem Markt

Noch sind die neuen Windkraftanlagen noch nicht auf dem Markt. Das Unternehmen benötigt noch etwas Zeit, um Optimierungen zu treffen. Auch Verkaufsdetails müssen noch eingerichtet werden. Die Hersteller hoffen, das Produkt bis Ende 2019 auf den Markt zu bringen. Auf der Webseite kann der aktuelle Stand jederzeit abgerufen werden.

Bilder: Shutterstock, energynews.es, vortexbladeless.com